Brennstoffzellen-Kartuschen, die Wasserstoff in einem Metallhydrid enthalten und unter dieser Eintragung befrdert werden, mssen einen mit Wasser ausgeliterten Fassungsraum von hchstens 120 ml haben.

Der Druck in der Brennstoffzellen-Kartusche darf bei 55 C 5 MPa nicht berschreiten. Das Baumuster muss einem Druck standhalten, der dem zweifachen Auslegungsdruck der Kartusche bei 55 C oder dem um 200 kPa erhhten Auslegungsdruck der Kartusche bei 55 C entspricht, je nachdem, welcher der beiden Werte hher ist, ohne dass es zu einer Undichtheit oder einem Zerbersten kommt. Der Druck, bei dem diese Prfung durchgefhrt wird, ist in der Freifallprfung und der Prfung der zyklischen Wasserstoffbefllung und -entleerung als "Mindestberstdruck des Gehuses" bezeichnet.

Brennstoffzellen-Kartuschen mssen nach den vom Hersteller vorgegebenen Verfahren befllt werden. Der Hersteller muss fr jede Brennstoffzellen-Kartusche folgende Informationen zur Verfgung stellen:

a) vor der ersten Befllung und vor der Wiederbefllung der Brennstoffzellen-Kartusche durchzufhrende Prfverfahren;
b) zu beachtende Sicherheitsvorkehrungen und potenzielle Gefahren;
c) Methode fr die Bestimmung, wann der nominale Fassungsraum erreicht ist;
d) minimaler und maximaler Druckbereich;
e) minimaler und maximaler Temperaturbereich und
f) sonstige Vorschriften, die bei der ersten Befllung und der Wiederbefllung einzuhalten sind, einschlielich der Art der fr die erste Befllung und die Wiederbefllung zu verwendenden Ausrstung.

Die Brennstoffzellen-Kartuschen mssen so ausgelegt und gebaut sein, dass unter normalen Befrderungsbedingungen ein Austreten von Brennstoff verhindert wird. Jedes Kartuschen-Baumuster, einschlielich Kartuschen, die Bestandteil einer Brennstoffzelle sind, muss folgenden Prfungen erfolgreich unterzogen werden:


Freifallprfung

Eine Freifallprfung aus 1,8 Metern Hhe auf eine unnachgiebige Oberflche in vier verschiedenen Ausrichtungen:

a) vertikal auf das Ende, welches das Absperrventil enthlt;
b) vertikal auf das Ende, welches dem Absperrventil gegenber liegt;
c) horizontal auf eine nach oben zeigende Stahlspitze mit einem Durchmesser von 38 mm und
d) in einem 45-Winkel auf das Ende, welches das Absperrventil enthlt.

Beim Aufbringen einer Seifenlsung oder anderer gleichwertiger Mittel auf allen mglichen Undichtheitspunkten darf keine Undichtheit festgestellt werden, wenn die Kartusche bis zu ihrem nominalen Flldruck aufgeladen wird. Die Brennstoffzellen-Kartusche muss anschlieend bis zur Zerstrung hydrostatisch unter Druck gesetzt werden. Der aufgezeichnete Berstdruck muss 85 % des Mindestberstdrucks des Gehuses berschreiten.


Brandprfung

Eine Brennstoffzellen-Kartusche, die bis zum nominalen Fassungsraum mit Wasserstoff gefllt ist, muss einer Brandprfung unter Flammeneinschluss unterzogen werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Kartuschen-Baumuster, das eine eingebaute Lftungseinrichtung enthalten darf, die Brandprfung bestanden hat, wenn:

a) der innere Druck ohne Zerbersten der Kartusche auf 0 bar berdruck entlastet wird oder
b) die Kartusche dem Brand ohne Zerbersten mindestens 20 Minuten standhlt.


Prfung der zyklischen Wasserstoffbefllung und -entleerung

Durch diese Prfung soll sichergestellt werden, dass die Auslegungsbeanspruchungsgrenzwerte einer Brennstoffzellen-Kartusche whrend der Verwendung nicht berschritten werden.

Die Brennstoffzellen-Kartusche muss zyklisch von hchstens 5 % des nominalen Wasserstofffassungsraums auf mindestens 95 % des nominalen Wasserstofffassungsraums aufgefllt und auf hchstens 5 % des nominalen Wasserstofffassungsraums entleert werden. Bei der Befllung muss der nominale Flldruck verwendet werden, und die Temperaturen mssen innerhalb des Betriebstemperaturbereichs liegen. Die zyklische Befllung und Entleerung muss mindestens 100 Mal durchgefhrt werden.

Nach der zyklischen Prfung muss die Brennstoffzellen-Kartusche aufgefllt und das durch die Kartusche verdrngte Wasservolumen gemessen werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Kartuschen-Baumuster die Prfung der zyklischen Wasserstoffbefllung und -entleerung bestanden hat, wenn das Wasservolumen, das durch die der zyklischen Befllung und Entleerung unterzogenen Kartusche verdrngt wird, nicht das Wasservolumen berschreitet, das von einer nicht der zyklischen Befllung und Entleerung unterzogenen Kartusche, die zu 95 % ihres nominalen Fassungsraums aufgefllt und zu 75 % des Mindestberstdrucks des Gehuses unter Druck gesetzt ist, verdrngt wird.


Produktionsdichtheitsprfung

Jede Brennstoffzellen-Kartusche muss, whrend sie mit ihrem nominalen Flldruck unter Druck gesetzt ist, bei 15 C  5 C auf Undichtheiten geprft werden. Beim Aufbringen einer Seifenlsung oder anderer gleichwertiger Mittel auf allen mglichen Undichtheitspunkten darf keine Undichtheit festgestellt werden.

Jede Brennstoffzellen-Kartusche muss dauerhaft mit folgenden Informationen gekennzeichnet sein:

a) dem nominalen Flldruck in MPa;
b) der vom Hersteller vergebenen Seriennummer der Brennstoffzellen-Kartusche oder einer einmal vergebenen Identifizierungsnummer und
c) dem auf der hchsten Lebensdauer basierenden Ablaufdatum (Angabe des Jahres in vier Ziffern, des Monats in zwei Ziffern).